Bilder Lisa Mosler
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Die Bauarbeiten am ältesten Eisenbahntunnel Deutschlands gehen in die erste Runde

 

Bad Dürrenberg verfügt mit dem 1836 erbauten Kohlebahntunnel über den ältesten Eisenbahntunnel Deutschlands. Der Tunnel war Bestandteil der Tollwitz - Bad Dürrenberger Feldbahn, mit der Braunkohle von den Förderstätten zu den Siedehäusern transportiert wurde.
Die Gelegenheit, den ehemaligen Kohlebahntunnel auf dem Saline-Gelände in Bad Dürrenberg zu besichtigen, gibt es für Besucher bislang nur selten. Die Stadt und die Landesgartenschautgesellschaft haben die Chance ergriffen, diese historische Einmaligkeit im Rahmen der Landesgartenschau als Platz neu zu gestalten und zu inszinieren. Das ehemalige Saline-Gelände gehört im Jahr 2023 zur Veranstaltungsfläche der Landesgartenschau. Ab der Landesgartenschau wird der Kohlebahntunnelplatz wieder öffentlich zugänglich sein.
Planungen des Büros Rehwaldt und der Landesgartenschaugesellschaft verbinden sich in einer modernen Platzgestaltung. Die Landesgartenschaugesellschaft reichert den Platz zusätzlich mit Informationen zur Industriegeschichte, insbesondere zu den Siedehäuser und der Braunkohle auf.

Der Kohlebahntunnel selbst wird baulich saniert. Er wird wieder sein Eingangsschild, das Bergwerks-zeichen und einen Nachbau des ursprünglichen Eingangstores er-halten.

Der Tunnelinnenbereich wird baulich instandgesetzt, sodass öffentliche Führungen möglich sein werden.

Als neues Element im Tunnel wird eine Bild-, Licht und Toninszenierung ein neues Erlebnis schaffen.

Viele Informationen für die Neugestaltung kommen von den Mitgliedern des Vereins der Mitteldeutschen TT Modulbahner sowie der Eisenbahnfreunde Kötzschau e.V.. Diese werden auch während der Landesgartenschau zu ihr Wissen an interessierte Besucher weitergeben. Unter anderem ist geplant, ein Modell der Feldbahn auf der Landesgartenschau zu präsentieren. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Vereien und der Landesgartenschaugesellschaft befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Unterstütztung erhält die Landesgartenschaugesellschaft bei allen landschaftsbaulichen Fragen von zwei erfahrenen Garten- und Landschaftsarchitekten. "Wir freuen uns, dass wir mit Sven Reuter und Hagen Rossmann zwei Experten im Bereich Landschaftsarchitektur gewinnen konnten.", so Michael Steinland.
Sven Reuter und Hagen Rossmann sind seit über 25 Jahren als diplomierte Ingenieure im Bereich Garten- und Landschaftzsarchitektur tätig und begleiten dabei auch zahlreiche Gartenschauen.

"Eine Landesgartenschau findet immer nur wenige Monate statt. Jedoch ist die Nachhaltigkeit dieser Projekte für die Kommunen enorm.", so Sven Reuter. "Das wird sich auch im Prjekt Kohlebahntunnel zeigen. Der Kohlebahntunnel ist ein hervoragendes Beispiel der Kooperation zwischen verschiedenen Planern und ehrenamtlichen Akteuren. Dieses Angebot ist für eine Landesgartenschau einmalig und wird uns zusätzliche Interessenten als Besucher auf die Landesgartenschau bringen.", ist sich Michael Steinland sicher.

Text: Claudia Kiepzig, LAGA gGmbH

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